Gutes Morgen - Austausch über positive Zukünfte

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Gutes Morgen!

Wie können wir uns eine lebenswerte Zukunft konkret vorstellen? Und wo sind die Ideen und Beispiele fürs Handeln, damit es nicht beim Vorstellen bleibt?

Hier ist Raum für alle möglichen Themen, Perspektiven und Formen. Es gibt kein Header-Bild über allem, weil Zukunftsbilder schon Teil der Diskussion sind.

Schlechte Nachrichten könnten Auslöser für einen Beitrag sein, aber als reine Infos passen sie besser in andere Foren - versuchen wir es hier einmal konstruktiv von unten!

EnglishGood Tomorrow!

How to imagine a liveable future? And where are the ideas and examples for acting on it?

A space for all kinds of topics, perspectives, and shapes. There is no header above it all, because the imagery of future is up to debate as well.

Bad news could trigger a post, but as mere news they are a better fit with other communities here. Let's try to build some positive momentum from the bottom up!


founded 2 years ago
MODERATORS
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(no pun intended)

Viele Beiträge anzupinnen ist nicht so praktisch, daher mal zwei Sachen unter einem Hut:

Zum einen eine laufend aktualisierbare Schlagwortliste. Die Verwendung von Schlagwörtern ist absolut keine Pflicht, kann aber nützlich sein, um mit z. B. #mobilität alle Beiträge zu finden zu Fahrrad, Auto etc. Eine Liste hilft dann für den Überblick und die Frage, ob Mobilität oder Verkehr schon etabliert ist.

Zum anderen - viel wichtiger - können wir hier Ideen, Wünsche und Gedanken zur Community (oder zur Zukunft) sammeln. Ich persönlich wünsche mir eine große Bandbreite an Beiträgen und möglichst viel Interaktion. Letztere kann größer werden als in der ersten Version, je mehr Menschen in dieser gemütlichen Küche brainstormen (und natürlich auch direkt posten!)

Gibt es z. B. regelmäßige Rubriken, die ihr euch gut vorstellen könnt?


Schlagwortliste:

  • #arbeit
  • #gerechtigkeit
  • #infrastruktur
  • #kooperation
  • #mobilität
  • #politik
  • #quellen
  • #recht
  • #wirtschaft ...

Ich hab kürzlich gelesen, dass beim Tippen des Hashtags für die Ausgabe bei verschiedenen Geräten \ plus # am besten funktioniert, erscheint dann trotzdem und zuverlässiger als #. Stimmt das überhaupt?

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Einstieg

Das Forum Gutes Morgen kann unkompliziert genutzt werden:

Lesen:
https://feddit.org/c/gutesmorgen

Aktiv werden:

1.) Auf https://feddit.org kostenlos mit einem Benutzernamen registrieren (Zur Verifizierung als Mensch reicht einfach ein frei formuliertes Sätzchen, nach kurzer Zeit ist die Registrierung dann durch)

2.) Gutes Morgen ansteuern (https://feddit.org/c/gutesmorgen oder über Communitys > Suche, am Smartphone vorher noch über Menüstriche rechts oben)

3.) Mitmachen!

(4.) Gutes Morgen kostenlos 'abonnieren', wenn man neue Beiträge auf die eigene Feddit-Startseite bekommen und auch einfach die Community wachsen lassen möchte. Desktop: Abonnieren-Button. Am Smartphone mit dem "+" neben "Seitenleiste" diese ausklappen. Außer dem Abo-Button gibt es dort auch immer Kurzinfos zu Communitys.

Wer über neue Inhalte gerne benachrichtigt werden möchte, kann mit einer App wie dem RSS-Reader oder am Desktop z.B. über Mozilla Thunderbird so genannte RSS-Feeds nutzen. Dazu in der Community-Ansicht Sortierung z.B. nach 'neu' auswählen und auf das funkartige Symbol rechts daneben klicken. Mit der Adresse der folgenden Seite kann man dann das Hilfsmittel der Wahl füttern.

Inhalte des Vorgängerforums sind momentan hier zugänglich: https://feddit.org/c/gutesmorgen@feddit.de

Für den Blick über die Forumsgrenzen hinaus lohnt es sich bei der Ansicht zwischen abonniert/lokal/alle bzw. aktiv/neu/kontrovers etc. zu wechseln.

Weitere Infos werden durch Klick auf die ▶ Dreiecke ausgeklappt.

Bedienung

Bedienung

Einstellungen: Über das Klappmenü neben dem Benutzernamen (Smartphone: erst auf 3 Striche rechts oben) gelangt man zu den Einstellungen. Unter anderem kann man hier die bevorzugte Sortierungsweise der Beiträge (innerhalb der Communitys) voreinstellen und einen kürzeren Text verfassen ("Biographie"), den andere beim Klicken auf den Benutzernamen sehen können. Sprache: 'undeterminded' und Deutsch und evtl. Englisch, damit alle Inhalte erscheinen, unabhängig von der Sprachauswahl, die beim Erstellen verwendet wurde.

Profil: Bei fremden und eigenen Profilen sieht man Beiträge und Kommentare der Person und hat auch die Möglichkeit ihr eine Nachricht zu schicken. Beim eigenen Profil sieht man noch die abonnierten Communitys und - unter "Gepeichert" - die Beiträge und Kommentare, die man sich mit einem Klick auf den Stern dort markiert hat.

Aktionen:

Beiträge sortieren: Über Klappmenü bei "Beiträge" u. "Kommentare" nach aktiv, neu, alt, meistkommentiert etc. sortieren

Etwas hoch- oder runterwählen: Pfeil hoch bzw. runter.

Beitrag kommentieren: Text ins entsprechende Feld eingeben.

Antwort auf einen Kommentar: 'Pfeil nach links' unter dem Kommentar.

Der Button "Beitrag erstellen" ist gut sichtbar. Bei den Textfeldern finden sich Möglichkeiten zu Kursivierung etc. und mit dem Fragezeichen auch ein Link zum Lemmy-Handbuch (englisch) mit weiteren Formatierungstipps. Inhaltlich gelten für Beiträge wie Kommentare die Regeln, die auf der Seitenleiste von Feddit.de zu finden sind.

Merken: Der Stern ist ein persönliches Lesezeichen (s. Profil).

Einen Link zu Beitrag teilen o. kopieren: über '3 verbundene Punkte' Link zu Kommentar kopieren: über 'Verschränkte Büroklammern' neben Benutzername des Kommentierenden.

Mit '2 Papiere übereinander' kann man das Crossposting einleiten, d.h. man kann den (auch fremden) Beitrag so wie er ist oder mit einem eigenen Begleittext versehen in eine andere Community nach Wahl kopieren.

Das bunte Fediverse-Symbol führt an die Stelle im Fediverse, an der ein Element ursprünglich zuerst veröffentlicht wurde.

Am Ende der Aktionen-Leiste kann man noch eine Auswahlmenü ausklappen: Hier findet man die Möglichkeiten zum Bearbeiten oder Löschen des eigenen Beitrags/Kommentars. Cursor auf die bzw. Antippen der Angabe 'vor x Stunden/Tagen' verrät, wann der Inhalt veröffentlicht und wann zuletzt bearbeitet wurde.

Probleme?

Wenn unter einem Beitrag weniger Kommentare zu lesen sind als es laut Zählung gibt, ist das in den Einstellungen zu beheben: Als Sprachen sollten 'undetermined' und Deutsch und eventuell Englisch ausgewählt sein. Siehe auch hier https://feddit.org/post/163939


Hintergrundinformationen

Der Austausch zu Zukunftsfragen kann nach diesem Einstieg losgehen!

Je nach Zeit und Neugier kann man im eigenen Tempo (oder auch gar nicht) über die Grenzen des Forums hinaus das so genannte Fediverse erkunden. Für etwas Kontext hier noch zusätzliche Informationen, die niemanden erschlagen, sondern einfach 'da sein' sollen. Wir können hier fortlaufend Fragen und Tipps sammeln, auch Erfahrungen mit anderen Diensten teilen. Für die Frage, welche Rolle die sozialen Medien in der (guten) Zukunft spielen werden, können die alternativen Strukturen hinter diesem Forum auch Stoff für die Diskussion in diesem Forum liefern.

Wer steckt hinter dem Forum?

Ich [https://feddit.org/u/borisentiu] habe es im Dezember 2023 zunächst auf feddit.de, dann im Juni 2024 hier eröffnet - in der Hoffnung, dass wir es gemeinsam mit Leben füllen! Hinter mir wiederum steht keine Organisation, Firma o. ä. Ich war davor nicht im Fediverse unterwegs und lerne gern dazu.

Eingriffe durch Moderation?

Als Moderator habe ich - wenn ich da nichts übersehe - keine anderen Einblicke als als alle anderen , z. B. sehe ich auch nicht, wer das Forum abonniert hat. Aktiv könnte und müsste ich bei Regelverstößen Beiträge/Kommentare (vorläufig) entfernen oder Profile ausschließen. Das wäre dann automatisch im Moderations-Log in der Seitenleiste transparent dokumentiert. Dagegen würde ich Beiträge, die ich persönlich im Sinne der Community-Beschreibung nur nicht recht passend finde, nicht antasten, sondern höchstens den Dialog suchen. Bei Bedarf können wir später die Seitenleiste umgestalten, Foren sind da unterschiedlich genau in ihren Abmachungen.

Die Regeln finden sich in der Seitenleiste von https://feddit.org.

https://join-lemmy.org/docs/users/04-moderation.html (Kapitel Moderation im Lemmy-Handbuch, englisch)


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Wo befindet sich das Forum?

'Gutes Morgen' ist eine Community auf Feddit.org, Feddit.org eine Instanz von Lemmy, Lemmy Teil des Fediverse.

Was heißt das?

Im Fediverse verbinden sich mittels Open Source-Software mehrere Plattformen (oder Dienste) mit unterschiedlichen Hauptfunktionen (z.B. kürzere Mitteilungen austauschen, Videos teilen etc.), aber nicht im Sinne eines Superkonzerns mit zentraler Steuerung, intransparenten Algorithmen-Filtern, Gewinnorientierung und in der Hand ganz Weniger. Diese alternativen sozialen Medien als ein Fediverse zu betrachten ist weit verbreitet, aber Ansichtssache. Heißer diskutiert wird die Frage, wie auf Annäherungsversuche von kommerziellen Anbietern reagiert werden soll, die wie Threads (vom global player Meta) die 'Fediverse'-Schnittstelle ActivityPub bei sich einbauen. Ob man diese Verbindung nutzt oder nicht kann man im relativ kleinen Kreis entscheiden.

Denn: Die einzelnen Plattformen sind dezentral organisiert, also aus vielen Servern zusammengesetzt, die von jeweils anderen Personen, Gruppen oder Institutionen bereitgestellt und von jeweils anderen Administrator*innen betreut werden. Diese Server kommunizieren aber programmier- und anmeldetechnisch auf einer Wellenlänge, so dass User sich auf der gesamten Plattform bewegen können. Als User hat man mit den meisten Details nichts zu tun, wenn man nicht will.

Lemmy: Die meisten Fediverse-Plattformen lassen sich als direkte Alternativen zu einzelnen kommerziellen Plattformen verstehen. Mastodon z.B. ist so gesehen das/ein "Twitter/X des Fediverse". Lemmy wiederum ist ein "Reddit des Fediverse", wobei selbst Reddit im deutschsprachigen Raum sehr viel unbekannter ist als Twitter/X, Facebook, Youtube oder Instagram.

Lemmy ist eine Plattform für Foren ("Communities"), die die User nach Lust und Laune ins Leben rufen können. Zu völlig unterschiedlichen Themen gibt es Seiten, auf denen sich Beiträge mit Kommentarbereich ansammeln. Manchmal wird diese Art Plattform auch als Social-News-oder Link-Aggregator bezeichnet. Das betont dann weniger selbst verfasste Beiträge, sondern die Verlinkung von Zeitungsartikeln und anderen Quellen zu einem bestimmten Thema. In der Praxis mischt sich das je nachdem.

Außer kommentieren kann man Beiträge und andere Kommentare auch hoch- oder runterwählen. Schaut man sich ein Forum an, hat man deshalb verschiedene Möglichkeiten sortieren zu lassen: z. B. neueste, beliebteste (im Zeitraum x) oder kontroverseste Beiträge zuerst. Beiträge sind meist Texte unterschiedlicher Länge, Bilder oder Links zu Quellen. 'Abonniert' man Communitys bekommt man eine eine Startseite/Timeline, die aus deren Beiträgen zusammengesetzt ist. Daneben gibt es aber auch Zusammenstellungen nach anderen Kriterien.

Feddit.org: Wie oben beschrieben setzt sich auch Lemmy aus vielen Servern zusammen. Von Userseite begegnet man ihnen als so genannte "Instanzen". Man meldet sich also nicht "bei Lemmy" an wie man sich "bei Twitter/X" registriert. Das ist kein Akt, hat aber den Vorteil, dass man sich nicht auf Gedeih und Verderb einer allesbeherrschenden, zentralen Instanz ausliefert. Wer sich mit Kriterien für die Wahl oder mit der Möglichkeit zu wechseln beschäftigen möchte, findet in den Quellen unten Anhaltspunkte.

Ähnlich wie bei der Wahl eines Mobilfunkanbieters kann man danach trotzdem mit denen kommunizieren, die eine andere Wahl getroffen haben. Feddit.org wird unter dem Dach der gemeinnützigen Fediverse.Foundation betrieben, wodurch auch der technische Support auf mehrere Schultern verteilt ist. Die Server laufen mit Ökostrom. Mit feddit.org als 'Heimathafen' hat man gleich mal eine Sammlung deutschsprachiger Communitys vor Augen, auf die man jedoch nicht beschränkt ist: Communitys > Lokal. Gleich daneben, unter 'Alle,' Communitys auch anderer Instanzen. Die dritte Option ist die Ansicht nur abonnierter Communitys.

Warum ist das Forum an diesem Ort?

Für eine gute Zukunft kann man sich engagieren, wo man geht und steht. Ein Online-Austausch unter vielen benötigt aber eine Infrastruktur und die wird nie für jedes Individuum hundertprozentig passen. Nun haben viele massive Bedenken, auf welcher Basis und in welche Richtung sich die bekannten kommerziellen Plattformen entwickeln - und sehen sich oft dennoch mehr oder weniger darauf angewiesen. Alternativen nach viel offeneren Prinzipien, die bei aller Ausbaufähigkeit keine bloße Zukunftsmusik mehr sind, stellen da eine wirkliche Chance dar und verdienen konstruktive Auseinandersetzung. Wenn alle warten bis alle anderen dort sind...

Wie ich finde ist das Fediverse schon jetzt ein beeindruckendes Resultat von sehr viel Aufmerksamkeit und Arbeit von vielen engagierten Menschen. Manches vom Potential wird erst noch ausgeschöpft werden und es läuft auch nicht immer reibungslos (Es hilft etwas Geduld und Gelassenheit mitzubringen, und sowieso würde ich aufwendigere eigene Beiträge für alle Fälle offline abspeichern).

Ist die Geschmeidigkeit, mit der die kommerziellen Alternativen die Nutzenden in Bahnen lenken, beruhigender?

Das Fediverse ist unentgeltlich nutzbar wie die kommerziellen Dienste, die dann jedoch mit Datenhandel und Werbung ihren Profit machen. Es gibt die Möglichkeit mit Spenden zu unterstützen: die Fediverse.Foundation https://fediverse.foundation/spenden/ ; Lemmy https://join-lemmy.org/donate. Manche Instanzen z.B. für Mastodon regeln es über eine geringe Gebühr.

Der Geist der Zusammenarbeit, ohne den solche Strukturen nicht denkbar sind, passt gut zum Thema des Forums. Damit es keine abgeschlossene 'Bubble' wird, können wir ja auch über alle möglichen Kanäle in Austausch mit der (Online-)Welt außerhalb treten.

P.S. In solchen Foren wird meist mit du/euch angeredet, was aber niemanden davon abhalten soll z. B. in einem Beitrag förmlich zu bleiben.

Erklärvideos und weitere Links zum Thema

https://tube.sekretaerbaer.net/w/p/2CzLLVf2bW82n1JP4F1fBX?playlistPosition=1&resume=true (2 kurze Erklär-Animationen)

https://gnulinux.ch/fediverse-serie-willkommen-im-lemmyversum-communitys-im-fediverse

https://de.wikipedia.org/wiki/Fediverse

https://join-lemmy.org/

https://handbuch.rollenspiel.monster/lemmy/ (Eine Anleitung für Lemmy)

https://digitalcourage.de/digitale-selbstverteidigung/fediverse

https://fediverse.ebildungslabor.de/ (Einführendes Video u. kurze Anleitung am Beispiel Mastodon von Nele Hirsch)

https://fedi.tips/ (englisch)

https://feddit.de/c/main (Feddit-Forum zur Instanz selbst)

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Das waren jetzt ein paar Informationen (und etwas Meinung) von mir, wie immer nicht in Stein gemeißelt - Verbesserungen, Ergänzungen, Fragen etc. willkommen!

#gutesmorgen

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Nach den zwei Konserven hier noch ein neuer Beitrag mit freiem Lesestoff auf Englisch. Das Center for Science and the Imagination an der Arizona State University widmet sich sehr aktiv der Schnittstelle von Wissenschaften und Zukünsten. In diesem Fall trafen 2018 Forscher*innen aus Technik-, Natur-, aber auch Sozialwissenschaften bei einem Solar Futures Narrative Hackathon auf Kreative, um die Grundlagen für diese Anthologie zu schaffen. Die Frage: Wie könnte eine auf Solarenergie umgestellte Welt funktionieren?

Entstanden sind vier Erzählungen über urbane und ländliche Räume in den USA, jeweils ergänzt durch Beiträge, die die fiktiven Szenarien noch etwas näher ausführen und vor allem Kontext geben. Der Fokus auf die Energieversorgung geht mit der klaren Marschroute einher, Infrastruktur nicht einfach als technische Sache ansehen zu wollen (weshalb man auch von sozio-technischen Systemen spricht). Fragen der Mitbestimmung, Gerechtigkeit, Akzeptanz u. a. gehören notwendig zu einem Gesamtbild dazu.

In dieser Hinsicht verbreiten die Geschichten nicht eitel Sonnenschein, sondern werfen ein Licht auf mögliche positive und problematische Entwicklungen. Bei allem Neid auf die erreichte Überwindung des fossilen Regimes könnte man beim Lesen also auch ein gesteigertes Bedürfnis empfinden, die neue Ordnung umsichtig zu gestalten, solange sie noch im Entstehen ist. Und trotzdem - oder gerade deswegen - gehen von dem Band die elektrisierenden Impulse des Solarpunk aus!


The Weight of Light. A Collection of Solar Futures, edited by Clark A. Miller and Joey Eschrich, Arizona State University 2018. https://csi.asu.edu/books/weight/ (Open Access; Epub, PDF und andere Formate)

Unter https://csi.asu.edu/books/ sind weitere Publikationen im Open Access verfügbar, darunter der global ausgerichtete Climate Action Almanac von 2023.

#zukünste #infrastruktur #solarenergie

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Hier ein paar Videos ergänzend zum Beitrag Zukünste und Solarpunk. Sie widmen sich den Bezügen zwischen Ästhetik, Stadtplanung etc.

Andrewism: What is Solarpunk? https://youtu.be/hHI61GHNGJM?feature=shared

Andrewism: How To Build a Solarpunk City https://youtu.be/4UmU1dSe3n0?feature=shared

DamiLee: SolarPunk Cities: Our Last Hope? https://youtu.be/UVlBmdvIC6s?feature=shared

Pop Culture Detective: In Defense of Disney’s Strange Solarpunk World https://youtu.be/rqQJHja9qxU?feature=shared


[zuerst im alten Forum, 22.5.24]

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Wenn es um konkrete Zukunftsvorstellungen geht, dann dürfen die Künste nicht fehlen - auch wenn es dort in der optimistischeren Abteilung scheinbar ruhiger zugeht. Damit im Forum Beiträge zu Literatur, Film etc. gefunden werden können, schlage ich ein bündelndes Schlagwort wie #Zukünste vor.

Künste verhandeln Zukunft sinnlicher als nackte Zahlen, (potentiell) vielschichtiger als politische Kampagnen und sie geben dem Individuum Gestaltungsmöglichkeiten, wo sonst leicht Ohnmacht und Ausgesetztsein empfunden werden können. Was dabei entsteht kann man als - wie auch immer geartete - Modelle von Welt sehen, an denen Änderungen und ihre Konsequenzen durchgespielt werden können.

Zum Beispiel können Entwicklungen durchdacht werden, die absehbar, aber noch nicht Realität sind. Während die Roboter noch in den Kinderschuhen steckten, wurden sie schon Teil von fiktiven Sozialgefügen, um sich über die Implikationen der Technik klarer zu werden. Man kann als Gesellschaft also prinzipiell Zeit gewinnen, wenn man sich diesen Angeboten öffnet - oder man wartet ab und steht dann vor Phänomenen wie der Künstlichen Intelligenz wie der erste Mensch…

Utopien haben als positive Entwürfe keinen leichten Stand. Im Politischen taucht das Wort auf, wenn eine Gegenposition entweder als naiv-unrealistisch oder gefährlich umfassend gebrandmarkt werden soll. Beide Vorwürfe könnten auch eine Rolle dabei spielen, wenn utopische (oder eutopische) Werke gar nicht erst geschrieben werden. Umgekehrt hat die Dystopie in der Populärkultur Hochkonjunktur, während in der Realität die Warnungen der Klimaforschung und -bewegung Einigen ‘zu negativ’ rüberkommen.

Auch deshalb wäre es wichtig positive Szenarien und Handlungsoptionen anschaulich zu machen, so neben dem zu Vermeidenden auch das Lohnende zu zeigen. Es mag trotzdem naiv oder allzu idealistisch wirken, in der Klimakrise auf die motivierende Wirkung der Künste zu setzen - nur kann man auch nicht behaupten, dass es schon in annährend vergleichbarem Maß versucht worden ist wie auf anderen Wegen (Erklärung, Argumentation, Protest etc.)

An dieser Stelle möchte ich nicht mit einem einzelnen Werk den Anfang machen, sondern mit dem schillernden Oberbegriff Solarpunk. Außer für ein ganzes Spektrum von Werken wird die Bezeichnung auch für bestimmte nachhaltige Einstellungen, Lebensweisen, Life hacks etc. verwendet. (s. Foren wie https://feddit.org/c/solarpunk@slrpnk.net [Edit 18.8.24: und verschiedene andere communitys auf der Instanz https://slrpnk.net/ ] und https://www.reddit.com/r/solarpunk/)

In Alex Hollands Blogartikel What is Solarpunk? One thing or many? geht es aber vorrangig um die Künste bzw. Bildästhetiken, wie sie etwa über die Werbung verbreitet werden. Holland identifiziert Spielarten und vergleicht sie hinsichtlich Realismus, Ton etc. Damit die Bezeichnung nicht allzu beliebig wird, schlägt er auch vor, manches als in Teilen ähnlich, aber nicht im engeren Sinn zugehörig zu verstehen. Im Kern zeigt Solarpunk für ihn nachhaltige, sozial gerechtere Welten, die möglich und erstrebenswert sind, und das Publikum zum Handeln inspirieren sollen.

Ich werde später noch 2-3 andere Links posten, aber ich finde in dem Artikel steckt schon viel Anregendes und ich will diesen Post daher nicht überladen.

Könnt ihr dem Konzept Solarpunk und der Systematisierung etwas abgewinnen? Fallen euch andere Beispiele ein? Welche Rolle spielen für euch Künste im Bezug auf die Zukunft?


[Beitrag zuerst im alten Forum, 1.4.24]

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[Beitrag zuerst im alten Forum, 31.12.23]

Positive Zukunftsentwürfe und Anregungen, wie man sie selbst entwickeln könnte, sind noch zu selten - aber es gibt sie!

In diesem Bereich ist die gemeinnützige Initiative Reinventing Society aktiv. Sie stellt auf https://realutopien.info Ressourcen wie eine wachsende Bildersammlung und Methoden für z.B. Gruppen zur Verfügung.

Die verlinkte Serie mit kurzen Videos bietet einen inspirierenden Überblick darüber an, welche Dynamik konstruktive Zukunftsvorstellungen entfesseln könnten, wenn sie möglichst ganzheitlich gedacht sind.

Wie sie selbst das konkret umgesetzt haben, kann man im Buch Zukunftsbilder 2045 anschauen. Es kombiniert eine informative Reportagereise im Jahre 2045 mit anschaulichen Vergleichen: Stadtansichten von heute und visualisierte Vorschläge aus der selben Perspektive.

Stella Schaller, Lino Zeddies, Ute Scheub, Sebastian Vollmar: Zukunftsbilder 2045. Eine Reise in die Welt von Morgen, München 2023. Blick ins Buch auf https://realutopien.info/zukunftsbilder-2045/

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submitted 2 years ago* (last edited 2 years ago) by borisentiu@feddit.org to c/gutesmorgen@feddit.org
 
 

Schon Halbzeit des Monats...Gibt es Statements, Tipps, Termine?

Der Zugriff auf das alte Gutes Morgen-Forum auf feddit.de ist auch über burningturtle oder alexandrite nicht mehr möglich. Ich werde die gesicherten Beiträge nach und nach hier einpflegen, damit alles unter einem Dach ist.

Edit: Ich sehe grade, dass man von hier aus schon noch an die alten Beiträge kommt: https://feddit.org/c/gutesmorgen@feddit.de. Weil ich die alte Community von hier aus abonniert hatte, als noch mehr ging? Föderation? Naja mal schauen, es sind ja nicht so viele, vielleicht trotzdem besser an einem Ort.

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submitted 2 years ago* (last edited 2 years ago) by borisentiu@feddit.org to c/gutesmorgen@feddit.org
 
 

Einerseits werden soziale Belange (auch) bei der Klimaschutz-Politik oft mißachtet, andererseits wird variantenreich Stimmung gemacht mit unterstellten Unvereinbarkeiten. Im Begriff der sozial-ökologischen Transformation ist der Prozess einer gestalteten Veränderung zumindest mal sprachlich an beides gekoppelt. Wie kann das konkret aussehen? Eine noch recht frische Quelle zum Thema ist die Denkfabrik Sozial-Klimarat, die "klimapolitische Maßnahmen auf ihre unterschiedlichen sozialen Wirkungen überprüfen und da, wo nötig, Veränderungen anstoßen" will.

Personen

Von der Auftaktveranstaltung gibt es auf dem eigenen YT-Kanal nur ein kurzes Video. Die 'Über uns'-Sektion des Online-Auftritts bleibt bei der inhaltlichen Ausrichtung, aber auch wenn eine überparteiliche Plattform für verschiedenste Stakeholder geschaffen werden soll (laut Video), ist ja nicht uninteressant, wer das initiiert. Thomas Losse-Müller (SPD) ist Oppositionsführer im Landtag von Schleswig-Holstein, Judith Horrichs Leiterin des Referats Planungsbeschleunigung im Kanzleramt. Ein Zeitungsartikel nennt außerdem

unter anderen Alfred Bornhalm vom Sozialverband Deutschland (SoVD), Joachim Rock vom Paritätischen Wohlfahrtsverband, Brigitte Knopf vom Mercator Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) und Kai Niebert vom Deutschen Naturschutzring

Knopf ist auch stellvertretende Vorsitzende des Klima-Expertenrats der Bundesregierung. Mit ihr gibt es ein aktuelles Interview bei den Riffreportern (teilw. Paywall).

Inhalte

In jedem Fall nützlich finde ich den Newsletter, der auf Studien etc. mit dieser Blickrichtung hinweist.

Die "Arbeitshypothesen" auf der Homepage setzten auch politisch interessante Akzente, etwa sozial gerechte Steuererhöhungen für Investitionen in "[l]eistungsfähige gemeinschaftliche und öffentliche Infrastrukturen", die "gegenüber individuellen Anpassungsstrategien priorisiert werden" müssten. Dabei geht es nicht nur darum, dass finanziell Schwächere mit dieser Anpassung überfordert sein können, sondern auch darum, dass durch - mit Steuermitteln geförderte - individuelle Anpassung der Anderen (eigene PV, Wärmepumpe, E-Autos etc.) gemeinschaftliche Anpassung (Wärmenetze, ÖPNV etc.) schwieriger, teurer, letztlich unwahrscheinlicher werden kann.

Neben dem Thema Steuer kommt im Blog mit der Schuldenbremse ein weiterer Zankapfel der Koalition zur Sprache, wobei verschiedene Änderungsvorschläge übersichtlich präsentiert werden. Auch den Beitrag Klimageld könnten wir im Forum mal als Startpunkt für dieses Thema nehmen.

Für ein "Lagebild" setzt der Sozial-Klimarat auf einen datenbasierten Personaansatz, der Gruppen bildet wie 'Die leicht förderbaren Hausbesitzer' oder 'Mieter mit Fernwärme'.


#politik #quellen #gerechtigkeit #infrastruktur

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In diesem 'Fall' steckt viel (Potenzial?) drin und der Ausgang ist weiter offen...


Ich lese davon zum ersten Mal, hier gibt es weitere Quellen:

Sammlung auf labournet.de

Doku (2022 | 24 min)

Webpräsenz der Genossenschaft, teilw. Deutsch, Telegram-Link führt zu deutschem (Soli-)Kanal

#Kooperation #Arbeit #Wirtschaft #Mobilität #Recht #Politik

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Raum für Gedanken und Hinweise auf Termine etc.

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submitted 2 years ago* (last edited 2 years ago) by borisentiu@feddit.org to c/gutesmorgen@feddit.org
 
 

Ein Gedankenspiel unter Naivitätsverdacht, das aber womöglich einen etwas anderen Blick auf alte Probleme bringt.

Überlegung 1:

Städte/Stadtgesellschaften, die eine sozial-ökologische Transformation tatsächlich angehen wollen, finden verstreute 'best practices' zur Inspiration - aber es gibt kein begehbares Vorbild, das in allen Bereichen vorangegangen ist.

Überlegung 2:

Bei staatlicher Förderung unterscheidet man öfter zwischen 'Gießkanne' (jeweils weniger für viele) und 'Leuchtturm-Projekten' (viel für wenige) mit den Argumenten Gerechtigkeit bzw. (direkte und indirekte) Wirkung.

Überlegung 3:

Klima-und Menschenschutz hat es nach der Hochzeit der Demos inzwischen wieder schwer. Bei Menschen, denen er wichtig ist, wachsen die Ohnmachtsgefühle.

Was wäre, wenn diese Leute parallel zu ihren persönlichen und lokalen Bemühungen gemeinsam Aufmerksamkeit auf einen Ort bündeln würden? Und dort wiederum auf unterschiedliche Haltungen und Bedürfnisse treffen würden?

  • Schnellere Fortschritte und ein anschauliches 'Ergebnis' könnten motivierend wirken

  • Aber auch der Prozess - u. a. der Dialog zwischen Leuten von da und außerhalb - einen konkreteren Zug in die gesellschaftliche Diskussion bringen.

  • Medial könnte so ein längerfristiger Fokus ein Gegengewicht darstellen zu Informationssplittern, die später kaum mal wieder aufgegriffen werden.

  • Das Projekt würde sicher nicht einhellig willkommen geheißen, könnte aber erstmal da geballte und vielfältige Unterstützung geben, wo sie erwünscht ist.

(Als Kontrast kann man sich auch überlegen, wie ein Leuchtturm von oben mit entsprechend anderen Mitteln und Hebeln aussehen könnte.)

Ein paar der Fragen, die sich stellen:

  • Geeignete Größe des Ortes?

  • Geeignetes Profil des Ortes?

  • Welche Arten von Unterstützung sind vorstellbar?

  • Wie könnte die Kommunikation innerhalb der Initiative und mit der Einwohnerschaft ablaufen?


[edit: im Titel Leuchturm->Leuchtturmbau]

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submitted 2 years ago* (last edited 2 years ago) by borisentiu@feddit.org to c/gutesmorgen@feddit.org
 
 

Das Ideenheft lädt zu einer aktiven Haltung gegenüber Wandel ein. Dazu lenkt es den Blick auf Vorstellungskraft, Kreativität und Handlungsmöglichkeiten. Ich finde es schön gemacht, dass für Kinder und Erwachsene Inhalte dabei sind - mit fließenden Übergängen.

Die Blattwerke entstehen anlässlich von Ausstellungen des Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg. Die alten Ausgaben - wie diese von 2022 - stehen kostenlos zum Herunterladen bereit. Das Museum widmet sich dem Verhältnis Mensch-Natur auch, aber nicht nur in der Kunst. Zu Themen wie Sand, Tempo oder Digitale Landschaften werden verschiedene Zugänge präsentiert und Formen der Vermittlung ausprobiert.

Aktuell geht es in einer lohnenswerten Kooperation mit zwei Frankfurter Ausstellungen um Wälder, u.a. die Umdeutung der einstigen Schreckensorte in der Romantik. Ideen können wirkungsvoll sein...